Wochenbett – Die Zeit nach der Geburt

Die Geburt ist geschafft und das Baby ist da. Viele Umstellungen im Körper der Frau nach einer Schwangerschaft und Geburt brauchen Zeit für Erholung und Ruhe. Die Gebärmutter bildet sich zurück, der Milchbildungsprozess kommt in Gang, der Wasser-, und Hormonhaushalt verändern sich, und allfällige Wunden heilen. Auch das Erlernen des Stillens und das Bonding zum Kind erfordern die ganze Aufmerksamkeit und Energie der Mutter für die nächsten Monate nach der Geburt.

Die Welt kann warten

Die Welt kann warten

Körperliche Rückbildung nach der Geburt

Das Wochenbett beginnt mit der Geburt und dauert sechs bis acht Wochen. Es ist die Phase, in welcher sich der Körper der Frau wieder zurückbildet und sich von den Strapazen der Geburt erholt.In dieser Zeit sollte sich die Frau schonen und keine schweren Haus-, und Gartenarbeiten verrichten. Häufiges Hinlegen und leichte Spaziergänge tragen viel zur Erholung und Rückbildung bei. Die Rückbildung kann mit Schüssler Salzen optimal unterstützt werden.Es ist aber auch die Zeit der Hormonumstellung, welche vielfach den Babyblues mit sich bringt. Frische Luft und Sonnenwärme sind ebenso wichtig für das Gedeihen des Neugeborenen. Sonnenlicht (nie direktes Sonnenlicht bei Babys) veranlasst den Körper des Kindes zur Bildung von Vitamin D, welches zum Knochenwachstum benötigt wird und der neugeborenen Gelbsucht entgegenwirkt.

Wochenfluss

Als Wochenfluss bezeichnet man die Blutung nach der Geburt. Sie kommt von der Wunde an der Stelle, wo sich die Plazenta von der Gebärmutter gelöst. Es dauert eine Woche bis diese Wunde geschlossen ist, dabei nimmt die Blutung zunehmend ab. Aus der Blutung wird ein charakteristisch riechender, bräunlicher Ausfluss, welcher noch einige Wochen anhalten kann. Zum Schutz vor Infektionen, sollte die Frau häufig die Binden wechseln. Tipp: Stellen sie eine mit warmem Wasser gefüllte Petflasche (1/2 Liter)neben das WC und Spülen sie die Scheide nach jedem Urinlassen.


Wundheilung bei einem Dammschnitt

Verwundungen unter der Geburt sind häufig und es kommt an den äusseren Geschlechtseilen zu Quetschungen. Bei einem Dammriss oder einen Dammschnitt ist es notwendig, folglich diese Stelle richtig zu pflegen, damit eine optimale Wundheilung eintreten kann. Je weniger Aktivität, desto besser und die Heilung wird durch zusätzliches Ausruhen unterstützt.Unterstützen kann man die Wundheilung mit Einnahme von Vitamin C, das direkte auflegen von Kompressen mit Ringelblumenessenz und einnehmen von homoöpathischem Arnika. Schmerzen beim Sitzen können durch einen aufgeblasenen Schwimmring vermieden werden.

Blase und Darm

Nach der Geburt kann das Entleeren schwierig und schmerzhaft sein. Einerseits weil sich der Schambereich taub anfühlt und offene Verwundungen vorhanden sind. Tipp: Drücken Sie eine Binde gegen den Damm und lassen sie erst dann den Urin laufen. In den ersten Wochen sind auch Verstopfungen häufig, bis Darm und Stoffwechsel wieder in Schwung sind. Dabei hilft viel trinken und leichte Bewegung. Auch Himbeerblättertee und Frauenmanteltee haben sich bewährt. Wegen Vitalstoffverlusten und dem Stillen sollte Frau auf Abführmittel verzichten.

Rückbildungsturnen

Die Schwangerschaft bedeutet eine grosse Belastung für den Beckenboden. Und unter der Geburt wird der Beckenboden maximal gedehnt. Er braucht ein paar Wochen, um die alte Elastizität zurück zu erlangen und sollte daher nicht zu früh beansprucht werden. Rückbildungsgymnastik ist daher erst ab der sechsten Woche nach der Geburt sinnvoll.

Der Milcheinschuss

Die Strapazen der Geburt sind gerade vorbei und die schlaflosen Nächte kommen erst, da steht der Milcheinschuss bevor und dieser ist in der Regel recht deutlich zu spüren.

Stillen und Babyzeit

Das Bonding – Beginn der Mutter-Kind-Beziehung

Das Bonding vermittelt dem kleinen neuen Erdenbürger ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Liebe. Nur von diesem sicheren Hafen aus kann das Menschenkind nach und nach in die grosse, weite Welt „hineinwachsen“.

Wissenswertes zum Stillen erfahren

Mit der Geburt eines Babys rücken viele Fragen hinsichtlich des Stillens und der Ernährung des Babys in den Vordergrund. Unser Stillleitfaden beantwortet die häufigsten Fragen. Wie funktioniert das Stillen? Was wenn Stillprobleme wie eine Brustentzündung, Milchstau oder Milchmangel auftauchen? Wie vereinbaren Mütter das Stillen mit der beruflichen Tätigkeit? Wie gelingt das Abstillen?

Richtig Anlegen

Die meisten Säuglinge haben gleich am Anfang, etwas 20 Minuten nach der Geburt, einen starken Reflex zu saugen. Die Mutter hat die Aufgabe, das Köpfchen und folglich den Mund auch genauso zu koordinieren und zu platzieren, dass das Kind mit dem Saugen beginnen kann.

An der Brust trinken ist ein Instinkt des Kindes. d.h. das Kleine weiss ganz genau wie es funktioniert. Die Mutter allerdings muss lernen, dass Neugeborene richtig anzusetzen, der wichtigste Punkt überhaupt, um entzündete Brustwarzen vor zu beugen. Dieses Video zeigt wie.



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