Wehen – verschiedene Arten

Für Erstgebärende ist es oft schwer, sich die Wehen vor zu stellen. Wie fühlen sie sich an und was bewirken sie? Wehen treten in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft immer wieder mal auf und sorgen bei der werdenden Mutter oft für Angst und Verunsicherung. Sind das Übungswehen, Senkwehen oder bereits echte Geburts- Wehen?

Die unterschiedlichen Wehen kennenlernen

Die unterschiedlichen Wehen kennenlernen

Senkwehen oder Vorwehen

Wenn ihr Bauch hart wird oder starke Schmerzen im unteren Rücken auftreten, deutet dies auf die Senkwehen hin. Die Senkwehen, auch Vorwehen genannt, schieben das Kind ins Becken hinunter. Diese bringt der Hochschwangeren oft spürbare Erleichterung beim Atmen und wieder mehr Platz im Magen. Vorwehen lassen beim Liegen oder in einem Entspannungsbad nach oder hören sogar auf.

Übungswehen

Mit den Übungswehen bereitet sich die Muskulatur der Gebärmutter auf die bevorstehende Geburt vor. Diese Phase kann mehrere Tage vor der Geburt anlaufen und einige Stunden andauern, jedoch auch wieder für eine Woche pausieren. Zwischen Kontraktionen liegen meist Pausen von zehn Minuten und mehr. Diese Übungswehen sind keine Anzeichen für die bevorstehende Geburt.


Vorzeitige Wehen

Vorzeitige Wehen treten vor der 36. Schwangerschaftswoche auf und haben eine Frühgeburt zur Folge. Das Unterscheiden von Vorzeitigen Wehen und schmerzhaften Übungswehen ist für Erstgebärende oft schwierig.

Eröffnungswehen

Die Eröffnungswehen erweitern den Muttermund und schieben das Kind noch tiefer in den Geburtskanal. Die Eröffnungsphase dauert bei Erstgebärenden im Durchschnitt acht bis zwölf Stunden und bei Mehrgebärenden zwischen zwei und sechs Stunden. Die Kontraktionen sind schmerzhaft und treten in regelmässigen Abständen von drei bis fünf Minuten auf und dauern jeweils 60 bis 90 Minuten an. Das Ziel dieser Geburtswehen ist es, den Muttermund auf die erforderlichen zehn Zentimeter zu öffnen. Das Platzen der Fruchtblase (Blasensprung) findet in der Regel spontan unter den Geburtswehen statt.

Presswehen

Endspurt der Geburt unter den stärksten Wehen in der Schwangerschaft. Unter den Presswehen wird nun auch die Bauchmuskulatur zur Bauchpresse aktiviert, um das Kind vom letzten Teil des Geburtskanals in die Schiede schieben. Die Frau sollte stark nach unten pressen und die Wehen aktiv unterstützen.

Nachgeburtswehen

Innerhalb von 30 Minuten nach der Geburt, führen die Nachgeburtswehen zur Ablösung und Ausstossung der Plazenta.



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