Warum Rückbildung so wichtig ist

Herrlich: draussen an der frischen Luft trainieren

Leider haben eine Schwangerschaft und eine Geburt auch weniger positive Nebeneffekte nämlich unter anderem den, dass der Beckenboden unter der Last des Babys und der Geburt ganz schön in Mitleidenschaft gezogen wird. Der Beckenboden ist bei Frauen ohnehin eine Schwachstelle und manche Schwangere merkt bereits gegen Ende der Schwangerschaft, dass beispielsweise beim Niesen ein paar Tröpfchen Urin in die Unterhose gehen. Wenn das nun nach der Schwangerschaft wieder vorbei wäre, wäre es ja kein Problem. Durch die Geburt allerdings wird das Problem nicht unbedingt besser – einen schwachen, überdehnten Beckenboden ist meist die Folge. Wenn man nichts dagegen unternimmt, wird es wahrscheinlich schlimmer werden und die Frau mit der Zeit mehr oder weniger unter Inkontinenz zu leiden haben. Beim Springen, Niesen, lautem Schreien oder schlimmstenfalls sogar beim Rennen kann die Frau dann den Urin nicht mehr halten und verliert immer wieder eine kleine Menge davon. Das will natürlich keine Frau und schon gar nicht in jungen Jahren. Da bleibt nur eins: Beckenbodentraining! Daher ist es auch wichtig, frühestens acht Wochen nach der Entbindung, wenn das Baby 3 Monate alt ist, in die Rückbildungsgymnastik zu gehen. Rückbildungskurse werden meist von Hebammen angeboten wird. Hier wird nicht nur die Gebärmutter mit entsprechenden gymnastischen Übungen zur Rückbildung angeregt sonder ein Hauptaugenmerk liegt immer auch auf dem Beckenboden.


Mit ganz einfachen Übungen, die sich übrigens auch prima in den Alltag integrieren lasen, wird die Beckenbodenmuskulatur nach und nach wieder gefestigt. Nur eins ist ganz wichtig: diese Übungen lassen sich immer und überall völlig unbemerkt machen – aber bitte nicht beim Stillen, weil sie den Milchfluss verringern und so das Baby zu wenig Milch bekommt. Morgens beim Zähneputzen wäre beispielsweise ein besserer Zeitpunkt dafür. Als Nebeneffekt reduziert sich das Übergewicht aus der Schwangerschaft auch schnell. Zuerst jedoch muss die Frau ein gutes Gefühl dafür bekommen, welches denn überhaupt ihr Beckenboden ist, wie es sich anfühlt, in anzuspannen und wo genau er sich befindet. Manche Hebammen empfehlen auch sich eine imaginäre Pflaume vorzustellen, diese am Scheideneingang zu positionieren und versuchen hoch zu ziehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies anschaulich zu machen und wenn man erst mal weiss, wie es sich anfühlen sollte, bleibt nur noch eins: tägliches üben. Denn mit 50 Jahren womöglich vollkommen inkontinent sein, das will ja eigentlich keiner, oder?



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