Thrombose in der Schwangerschaft

Leider ist die Gefahr, in der Schwangerschaft eine Thrombose zu bekommen, grösser als sonst – und das bis zu zehnfach! Unter einer Thrombose versteht man ein Blutgerinnsel in der Vene, verursacht durch verschiedene Gründe. Zum Beispiel neigt das Blut insgesamt in der Schwangerschaft dazu, schneller zu gerinnen, was den Körper davor schützt, während der Geburt zu viel Blut zu verlieren. Ausserdem fliesst das Blut einfach langsamer, das wiederum liegt an den Hormonen.

Thrombose

Thrombosengefahr in der Schwangerschaft

Thrombosegefahr

Dennoch betrifft diese Komplikation nur etwa 1 -2 Promille aller schwangerer Frauen und derer, die frisch entbunden haben. Denn während der Geburt könnte es auch passieren, dass das Baby zu sehr auf die Venen im Becken drückt. Die Anzeichen für ein Blutgerinnsel sind Schwellungen und Schmerzen in den Beinen, meistens speziell in der Wade. Beim Gehen und Laufen verschlimmert sich der Schmerz und oft fühlt sich das betroffene Bein wärmer an.

Beinschmerzn während der Schwangerschaft sind normal

Schmerzen in den Beinen während der Schwangerschaft kommen allerdings häufig vor und sind nicht unbedingt zwingend ein Warnsignal für eine Thrombose. Das kann letztendlich nur der Arzt feststellen. Eine unbehandelte Thrombose jedoch könnte fatale Folgen haben wie eine Lungenembolie, die sofort behandelt werden muss. Diese wiederum erkennt man an Kurzatmigkeit, Schmerzen beim Amten in der Brust und daran, dass die Schwangere Blut hustet. Dann ist es höchste Zeit, den Krankenwagen zu rufen. Aber man kann durchaus auch schon vorher etwas tun, um ein Gerinnsel zu vermeiden. Zum einen wird der Arzt bei der ersten Vorsorgeuntersuchung möglicherweise ein erhöhtes Risiko feststellen, nämlich dann, wenn Übergewicht vorliegt, die Schwangere raucht, älter als 35 Jahre alt ist oder in der Verwandtschaft schon eine Thrombose aufgetreten ist.


Fliegen in der Schwangerschaft

Auch Langstreckenflüge von mehr als 12 Stunden gelten als problematisch in der Schwangerschaft. Vermeiden lässt sich diese Komplikation indem Schwangere sofort mit Rauchen aufhören, durch Sport treiben, viel Bewegung und gesunde Ernährung. Falls nötig, wird der Arzt Kompressionsstrümpfe verschreiben, die dafür sorgen, dass das Blut schneller zirkuliert. Vor allem bei Risikoschwangeren kann dies angebracht sein. Sollte es tatsächlich zu einem Gerinnsel kommen, wird wahrscheinlich mit einem Antikoagulans behandelt. Bei der Gefahr eines Gerinnsels während der Geburt empfiehlt vermutlich die Hebamme, sich viel zu bewegen, Kompressionsstrümpfe zu tragen und viel zu trinken. Übrigens steigt das Risiko eines Gerinnsels bei einem Kaiserschnitt nochmals an.



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