Stützstrümpfe in der Schwangerschaft

Stützstrümpfe oder Kompressionsstrümpfe in der Schwangerschaft – muss das eigentlich sein? Das kommt ganz darauf an. Denn in der Schwangerschaft ist das Risiko einer Thrombose in der Schwangerschaft immerhin bis zu 10 Mal höher als sonst. Was unter anderem daran liegt, dass das Blut in der Schwangerschaft insgesamt schneller gerinnt, ein sinnvoller Schutz vor zu viel Blutverlust bei der Geburt. Zudem fliesst das Blut in den Venen langsamer zum Herzen zurück. Das wiederum liegt an den Hormonen, welche die Blutgefässwände weicher machen, was zur vermehrten Ausdehnung der Gefässe führt.

Stützstrümpfe für Schwangere bringen zahlreiche gesundheitliche Vorteile

Stützstrümpfe gegen Thrombose

Stützstrümpfe gegen Thrombose

Vorbeugen von Thrombosen, Krampfadern und Besenreisern

Stützstrümpfe ermöglichen einen schnelleren Blutdurchlauf und verhindern Stauungen in den Beinvenen. Mit Stützstrümpfen kann die Schwangere auch den Besenreisern und Krampfadern vorbeugen. Wenn die Schwangere sich für das tragen von Stützstrümpfen entscheidet, wird sie feststellen, dass sie damit viel “leichtbeiniger” durchs den Tag kommt. Sie leidet weniger an Schwindel oder absacken des Kreislaufes und die Beine und Füsse schwellen nicht so unangenehm an. Gerade in den Sommermonaten sind Stützstrümpfe vielmehr eine reine Wohltat als eine Belastung für die werdende Mutter.


Risikogruppe

Es gibt allerdings auch Frauen, die besonders stark gefährdet sind an Thrombose oder Krampfadern zu erkranken: Raucherinnen, jene mit Übergewicht, Frauen mit Venenschwäche und Frauen bei denen es in der Verwandtschaft bereits Fälle von Thrombose gegeben hat. Wenn der Frauenarzt es für angebracht hält, könnte es also durchaus sein, dass er der Schwangeren das Tragen von Stützstrümpfen verordnet.

Was ist eine Thrombose

Eine Thrombose entsteht, wenn das Blut in der Blutbahn (hier die Beinvenen welche das Blut zurück zum Herzen transportieren) gerinnt.
Das heisst, das das Blut sich verklumpt und sich eine Thrombus bildet. Dieser Thrombus führt zu einer Verengung der Vene und stört damit den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Gefährlich kann es werden, wenn der Blutklumpen verschleppt wird und wichtige Blutgefässe im folgenden Blutkreislauf verstopfen könnte. Darum sollten Frauen das Thromboserisiko in der Schwangerschaft durch Tragen von Stützstrümpfen senken.

Moderne Stützstrümpfe – chic und bequem

Stützstrümpfe sind heutzutage wirklich viel besser als ihr Ruf. Auch wenn sich die meisten Frauen darunter eher schrecklich aussehende altmodische Strümpfe vorstellen: heutzutage sehen sie mitunter richtig schick aus und es gibt sie auch in netten Farben mit Spitzenband oben oder alternativ als Strumpfhose zu kaufen. Vor allem auch werdende Mütter, die viel stehen müssen, Wasser in den Beinen haben, lange Flugstrecken überwinden müssen ist das Tragen angeraten. Und zwar am besten gleich direkt morgens nach dem Aufstehen. Denn da sind die Beine noch nicht geschwollen und die Strümpfe haben den Effekt, dass sie die Venen zusammenpressen und das Zurückfliessen des Blutes zum Herzen gewährlisten.

Kompressionsstrümpfe fachgerecht anziehen

Auf Rezept sind Stützstrümpfe erhältlich in der Apotheke oder im Sanitätshaus, sie sollten aber unbedingt fachkundig angepasst werden, denn nur wenn sie auch passen, können sie wirksam sein. Dazu gibt es im Fachhandel eine individuelle Vermessung der Beine. Im Handel wird auch genau gezeigt, wie die Strümpfe anzulegen sind und zwar von den Zehen ausgehend durch Abrollen bis nach oben. Auch wenn sich manche Schwangere darüber wundert: Kompressionsstrümpfe müssen wirklich fest sitzen sonst bringen sie nichts. Abschnüren sollten sie allerdings auch nicht und ebenso ist auf einen faltenfreien Stoff beim Anlegen unbedingt zu achten. Wichtig um eine Thrombose von vornherein zu verhindern ist ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und – kein Rauchen!



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