Muskelkrämpfe in der Schwangerschaft

Eine häufige Begleiterscheinung der Schwangerschaft, die in besonderem Masse in der zweiten Hälfte also ab der 20. Woche auftritt, sind Krämpfe in den Muskeln. Meistens passiert das in der Nacht und fast alle Schwangeren werden irgendwann mal aufgrund schmerzender und ziehender Muskeln geweckt.

Muskelkrämpfe während der SS

Durchblutungsstörung der Muskeln

Im letzten Schwangerschaftsdrittel betrifft es oft den Unterschenkel. Das ist äusserst lästig und unangenehm und liegt an Durchblutungsstörungen des Muskels, der sich nachts entspannt. Auch ein Mangel an Magnesium und Kalzium könnte für solche Krämpfe verantwortlich sein. Dieser wiederum kann zusätzlich auch frühzeitige Wehen begünstigen, daher ist eventuell nach Rücksprache mit dem Arzt ein Mineralstoffpräparat sinnvoll.

Krampf lass nach

Spontane Hilfe bei einem Krampf ist auf jeden Fall eine knetende Massage, die allerdings zuerst mal keine Erleichterung bringt sondern vielmehr schmerzen wird – das ist aber ganz normal. Auch Wärme hilft dabei, dass die Muskeln wieder besser durchblutet werden können. Bei einem Wadenkrampf hilft es, die Füsse gegen das Bettende zu drücken und die Zehen zum Körper hin zu ziehen. Auch Aufstehen und mit den Fusssohlen fest gegen den Boden drücken kann helfen. Gegen allzu häufig auftretende Muskelkrämpfe kann man aber auch vorbeugen: zum einen durch die richtige Ernährung, so dass Magnesiummangel erst gar nicht auftritt. Dazu gehören reichlich Nüsse, Vollkornprodukte, Soja, Fisch, Avocados und Trockenobst.Ebenso sollte auf ausreichend Kalzium, Kalium und Vitamin B geachtet werden, welches sich in Spinat, Pflaumen, Milch und einigen Mineralwassern befindet.


Bewegung und bequeme Schuhe

Ausserdem ist es vor allem am Tag wichtig, dass die Schwangere ihre Beine wenn möglich immer mal wieder hochlegt. Auch kalte und warme Duschen im Wechsel aktivieren den Kreislauf und sind gut zum Vorbeugen. Hohe Absätze sind in der Schwangerschaft tabu. Stattdessen wenn irgend möglich lieber barfuss laufen oder auf bequeme Schuhe zurückgreifen. Möglichst immer mal wieder umher laufen, viel Bewegung wie Spazieren gehen oder Schwimmen ist genauso empfehlenswert wie ab und zu eine wohltuende Fussmassage (zum Beispiel mit einem Tennisball) oder Fussgymnastik nach längerem Stehen oder Sitzen.



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