Folsäure schon vor der Schwangerschaft

Eines steht fest: Wer ein Baby bzw. eine Schwangerschaft plant, sollte, so wird es zumindest empfohlen, am besten schon ein paar Wochen vor der Schwangerschaft genügend Folsäure zu sich nehmen.

Produkte mit viel Folsäure

Das Problem mit der Folsäure ist, dass es zwar in einigen Nahrungsmitteln enthalten ist aber leider in nicht ausreichender Menge. Es ist ein Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine, welches in Obst und Gemüse vorkommt, vorwiegend übrigens in Bohnen, Hülsenfrüchten, Spinat und Tomaten, aber auch in Vollkornmehlen.

Die empfohlene Menge an Folsäure liegt bei 800 Mikrogramm am Tag und dies auf dem normalen Weg zu konsumieren, ist fast unmöglich, den ein ganzes Hühnerei hat gerade mal knapp 70 Mikrogramm.

Wenn nämlich ein Folsäuremangel vorliegt, kann dies weitreichende und schwer wiegende Folgen haben: in den ersten Wochen der Schwangerschaft entwickeln sich beim Ungeborenen wichtige Orange und zudem schliesst sich zu dem Zeitpunkt das Neuralrohr. Bei einer Unterversorgung mit Folsäure könnte dies verhindert werden, was wiederum Defekte bei der Neuralröhre, Missbildungen und Entwicklungsstörungen nach sich zieht. Aus dem Neuralrohr entwickelt sich später das Rückenmark und das Gehirn – die Auswirkung eventueller Schäden kann man sich daher gut vorstellen. Meistens kommt es zu einer geistigen oder körperlichen Behinderung des Kindes, falls eine Schädigung eintritt. Ausserdem soll es einen Einfluss auf die Frühgeburtlichkeit haben und ist auch an der Entwicklung von angeborenen Herzfehlern mitunter beteiligt.


Daher ist es dringend zu empfehlen, diesen Bedarf mithilfe von speziellen Folsäurepräparaten zu decken. Allerdings nicht nur vor der Schwangerschaft, sondern zumindest auch noch in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft ist die Einnahme unabdingbar.

Die Dosis von 400 Mikrogramm Folatäquivalenten ist enthalten in:

Weizenkeime 114 g
Sojabohnen* 178 g
weisse Bohnen* 180 g
Nüsslisalat 250 g
Kalbsleber* 333 g
Spinat* 417 g
Rosenkohl* 409 g
Broccoli* 491 g
Erdbeeren 645 g
Blumenkohl* 651 g
Vollkornbrot 889 g
Tomaten 1667 g
Kartoffeln* 1929 g
Äpfel 3077 g

* Die Menge entspricht dem Gehalt im gekochten Produkt = Rohprodukt minus 50% Kochverlust

Quelle: Schweizer Nährwertdaten V2.01, ETH Zürich & Bundesamt für Gesundheit. Zusammengetragen in der Broschüre: “Folsäure ist unentbehrlich für die normale embryonale Entwicklung des Kindes.” http://www.bag.admin.ch/



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