Die 4 Geburtsphasen

Die Geburt lässt sich in vier unterschiedliche Phasen einteilen. Sie alle haben ein wichtige Aufgabe und ihren eigenen Charakter. Wichtig zu wissen: Zu einer Geburt gehören Schmerzen nun mal einfach dazu. Darum sollte die Schwangere sich auf die Schmerzen einstellen und sich Gedanken machen, wie sie mit den Schmerzen zusammenarbeiten kann. Die Geburtsschmerzen sollten nicht zum Feind werden. Die Geburt ist kein Kampf gegen die Wehen Schmerzen. Die Wehen sind der Weg der Geburt, also arbeite mit ihnen.

Von der Eröffnungsphase bis zur Nachgeburtsphase

Geburtsphasen

Der Weg durch die Geburt

Die Eröffnungsphase

Zuallererst kommt die Eröffnungsphase und diese ist ganz eindeutig die längste von allen. In der Eröffnungsphase beginnt sich der Muttermund zu öffnen und die Wehen setzen ein. Sobald die werdende Mutter in der Klinik eingetroffen ist, wird die Hebamme messen, wie viele Zentimeter sich der Muttermund schon geöffnet hat. Der Muttermund ist dann geöffnet, wenn er sich um 10 cm gedehnt hat. Dies dauert im Durchschnitt bei der ersten Geburt zwischen 8 und 14 Stunden. Bei der zweiten Geburt hingegen sind es meistens nur 6 bis 8 Stunden. Zu Beginn der Eröffnungsphasen sind die Wehen noch recht harmlos und schmerzen auch noch nicht allzu sehr. Um die Geburt weiter in Gang zu bringen, helfen oft ein warmes Bad, ein Spaziergang oder Treppensteigen. Gegen Ende der Eröffnungsphase werden die Wehen dann immer stärker und schmerzhafter und dauern bis zu 60 Sekunden an. Die erste Geburtsphase ist vor allem für die Frau extrem anstrengend und sie braucht dafür ihre ganze Energie.

Die Übergangsphase

Als nächstes folgt die Übergangsphase, die im Prinzip das Ende der Eröffnungsphase darstellt. Jetzt ist ein deutlicher Druck nach unten zu spüren und die Wehen werden ausgesprochen stark. Viele Frauen haben nun bereits das Bedürfnis zu pressen, was allerdings zu vermeiden ist, da damit gewartet werden muss, bis der Muttermund sich vollständig geöffnet hat. Die Hebamme sagt dann der Gebärenden, wann endlich die richtige Zeit zum Pressen gekommen ist. Fast immer verlässt die Frau in dieser Phase die Kraft und die Motivation weiter zu machen.


Die Austreibungsphase

Im Anschluss an die Übergangsphase folgt die Austreibungsphase begleitet von starken Wehen circa alle 2 Minuten aber fast ohne erkennbare Pause. Diese Phase ist extrem anstrengend und das Köpfchen des Babys drückt stark auf den Damm der Mutter. Und jetzt ist es auch endlich so weit, dass die Frau mitpressen darf, denn durch die so genannten Presswehen wird das Köpfchen langsam nach draussen geschoben. Diese Phase geht dann meistens sehr schnell, da sowohl für den Kopf als auch für den restlichen Körper des Babys nur jeweils eine bis zwei Presswehe benötigt wird. Das Baby ist draussen, beginnt zu atmen und kann nun auf den Bauch der Mutter gelegt werden.

Die Nachgeburtsphase

Als letztes folgt die Nachgeburtsphase begleitet von Nachgeburtswehen, die die Aufgabe haben, die Gebärmutter zusammenzuziehen und die Plazenta von der Gebärmutterwand abzulösen. Mit einem Schwall Blut kommt die Plazenta heraus und wird dann von der Hebamme untersucht. Jetzt ist es geschafft! Es muss nur noch eventuell der Dammschnitt oder -riss versorgt werden und dann sollte ausreichend Zeit sein für Mutter, Vater und Neugeborenes.



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