Wann ins Bett?

Eine Frage, die sich Eltern im Laufe der Jahre zwangsläufig immer wieder stellen und die auch bei grösser werdenden Kindern sicherlich immer wieder für Zündstoff sorgt und aufs Neue ausdiskutiert werden will. Eine Frage, die allerdings auch nicht so einfach und pauschal beantwortet werden kann. Zum einen ist es nämlich so, dass jedes Kind ein völlig anderes Schlafbedürfnis hat, das fängt beim Baby an und zieht sich bis ins Erwachsenenalter – denn auch hier gibt es Menschen, die locker mit 5 Stunden auskommen und andere Schlafmützen, denen 8 Stunden fast nicht reichen.

Wann ist Schlafen angesagt?

Besonders wichtig ist ausreichender Schlaf natürlich vor allem dann, wenn Junior am nächsten Morgen in die Schule muss. Immer wieder klagen Lehrer darüber, dass deren Schüler in der ersten Unterrichtsstunde eher körperlich als geistig anwesend sind. Was natürlich zum einen daran liegt, dass sie womöglich am Abend zu vor zu spät im Bett waren. Zum anderen aber auch – sofern es sich dabei um pubertierende Kinder handelt – daran, dass diese tatsächlich einen ganz anderen Rhythmus innehaben und um die Zeit prinzipiell noch nicht wirklich wach sind.

Gegen ersteres kann man etwas unternehmen, nämlich den Nachwuchs einfach früher ins Bett stecken. Unbedingt wichtig allerdings ist es – und das gilt eigentlich in jeder Altersstufe – herauszufinden, wie viel Schlafbedarf das eigene Kind denn nun definitiv hat. Es gibt hierfür aber leider keine festen Regeln. Wichtig ist, dass das Kind sich wohl fühlt und morgens ausgeschlafen ist.


Ausserdem muss man die Bettgehzeit natürlich regelmässig dem Alter des Kindes anpassen. Schlafbedürfnis Galt beispielsweise lange Zeit „20 Uhr ist das Licht aus“, wird es irgendwann so sein, dass Junior um die Zeit einfach nicht mehr einschlafen kann – dann ist der Bedarf an Schlaf weniger geworden und man muss die Bettgehzeit nach hinten anpassen. Wenn der Nachwuchs allerdings morgens so ganz und gar nicht aus den Federn kommt, dann ist die Schlafenszeit vermutlich zu spät.

Ich bin noch nicht müde

Fast alle Kinder neigen dazu, das Zu-Bett-gehen hinauszuzögern (was man manchmal als Erwachsener überhaupt nicht verstehen kann) und ignorieren auch eine vorhandene Müdigkeit hartnäckig. Dann kann es schnell passieren, dass sie über den müden Punkt hinaus sind, unleidlich werden und dennoch nicht in den Schlaf finden. Hier ist also ein bisschen Feingefühl angesagt.

Prinzipiell spricht natürlich nichts dagegen, ein Kind, welches noch Mittagsschlaf hält, abends bis 22 Uhr wach zu lassen – wenn es sich seinen Schlaf holt, kein Problem. Sobald es jedoch am nächsten Morgen früh aufstehen muss, sollte die abendliche Zeit angemessen sein. Und wie gesagt: dies ist definitiv ein Thema, welches immer wieder für Diskusionen sorgt. Klar, dass am Wochenende auch mal länger aufgeblieben werden darf wenn man am nächsten Tag ausschlafen kann. Kinder jedoch, die auch dann morgens um 6 Uhr auf der Matte stehen, gehören ebenfalls pünktlich ins Bett.

Ganz nebenbei das Lesen fördern

Manchmal haben die Kleinen auch Einschlafprobleme – es könnte aber auch sein, dass das Kind das wachliegen nur als halbe Ewigkeit empfindet, es sich dabei aber nur um ein paar Minuten handelt. Ein Kompromiss ist beispielsweise, dass das Kind um 20 Uhr im Bett liegen muss und danach noch eine halbe Stunde lang CD hören oder ein Buch lesen darf. Manche Eltern haben ihre Sprösslinge auf die Art auch schon zum Lesen gebracht: „Im Bett bist du um acht. Wenn du noch etwas lesen willst, kannst du das gerne tun bis halb neun, andernfalls ist das Licht gleich aus. Gespielt wird nicht mehr“. Viele Kinder wählen dann das „kleinere Übel“ und lesen halt noch eine Runde, was definitiv ein positiver Nebeneffekt ist.

Auch bei Teenagern haben die Eltern irgendwann mal ein Recht auf Ruhe – hier ist ein Kompromiss denkbar, dass sie in ihrem Zimmer – und nicht im Wohnzimmer – wach bleiben dürfen bis 23 Uhr. Ab 22 Uhr jedoch ist Abmarsch angesagt in Richtung Zimmer.



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