Ultimative Tipps zur Erziehung

Gibt es das überhaupt – den Tipp schlechthin zur besseren Erziehung? Den Tipp schlechthin natürlich nicht, denn alle Kinder sind anders und jede Familiensituation auch. Dennoch gibt es schon ein paar kleine Tipps und Tricks, wie man sich die manchmal gar nicht so unkomplizierte Sache mit der Erziehung etwas vereinfachen kann.

Erziehungstipps

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Spielabend mit der Familie

Wer beim Erziehen ein paar Grundregeln beachtet, wird sich auf jeden Fall etwas leichter tun.
Wichtiger Baustein bei einer guten Erziehung – man kann es kaum glauben – ist Humor. Familien, die miteinander Spass haben, nicht immer alles bierernst nehmen, die auch mal über sich selber lachen können, haben einen guten Zusammenhalt und obendrein mehr Spass als jene bei denen es immer ernst zugeht. Wer sich mit viel Herzlichkeit begegnet, viel miteinander lacht, steht auch schwierigere Phasen besser durch. Das will allerdings nicht heissen, dass man sich gegenseitig auslacht, aber wenn beispielsweise das Kind – versehentlich versteht sich – etwas fallen lässt, auch wenn es danach kaputt ist – okay, erst mal wird geschimpft, aber dann kann man auch gemeinsam darüber lachen und sagen „Ach was soll´s, Scherben bringen Glück“ und das Malheur miteinander beseitigen. Ist manchmal nicht ganz einfach, eine humorvolle Grundeinstellung jedoch macht wirklich vieles einfacher.

Vorbild sein

Das ist wohl das A und O bei einer guten Erziehung: selber dem Kind ein gutes Vorbild abzugeben. Und das gilt quasi für alle Bereiche: Ernährung, Sport, Höflichkeit, beim Alkohol trinken oder Rauchen, beim Umgang mit anderen Menschen, lügen oder ehrlich sein, soziales Engagement oder auch nicht und so weiter. Kinder schauen logischerweise vieles bis alles bei den Eltern ab. Also: wie man in den Wald ruft so schallt es auch zurück. Das, was die Eltern ihrem Nachwuchs in den ersten Jahren vorleben, wird es zwangsläufig erst mal so übernehmen. Klar, wenn es dann in Richtung Teenager geht, wird sich noch manches ändern und dann werden ohnehin manche Dinge eher in Frage gestellt, die die Eltern so machen – aber wenn die Eltern grundsätzlich ein positives Vorbild sind, ist das schon mal mehr als die halbe Miete.


Konsequenzen müssen sein

Eltern, die ihrem Nachwuchs immer nur irgendwelche Dinge androhen, die sie dann aber niemals einhalten können, wollen und werden, sind eigentlich selbst schuld wenn so gar nichts fruchtet. „Wenn Du nicht sofort… dann… !“ Kinder sind ja schliesslich nicht dumm und merken äusserst schnell, dass das, was Mama da von sich gibt, ohnehin nur heisse Luft ist. Also werden sie ganz bestimmt bei der nächsten oder übernächsten Aufforderung auch nicht das Verlangte tun. Sie wissen ja, dass ohnehin rein gar nichts passiert. Darum sollten Eltern Konsequenzen nicht spontan und unüberlegt androhen sondern wohlüberlegt mit dem Wissen und der Überzeugung, dies auch durchzuführen. Auch wenn es hart ist! Konsequenzen sollten möglichst zeitlich in nicht zu weiter Ferne liegen und angemessen sein. Ja, und dann sollen sie schon auch ein bisschen „schmerzen“, die Konsequenzen. Droht man mit Taschengeld-Entzug und man merkt, dass das dem Sprössling so rein gar nichts ausmacht, dann ist eben genau das die falsche Konsequenz.

Zuhören und loben

Hört sich doch eigentlich ganz einfach an, oder? Eltern sollten ein Ohr für ihre Kinder haben und das möglichst jederzeit. Denn Kinder, die merken dass sich die Eltern nicht wirklich für es interessieren, verlieren schnell an Selbstbewusstsein und haben auch irgendwann mal keine Lust mehr, überhaupt etwas zu erzählen. Nur wer also wirklich zuhört, kann auch herausfinden, wenn es dem Sprössling mal nicht so gut geht. Ebenso wichtig ist häufiges, am besten tägliches Loben. Es sollte jedoch auch ernst gemeint sein. Wenn dem Kind etwas ziemlich missglückt und man lobt es krampfhaft dennoch, ist das auch nicht der richtige Weg. Aber es gibt jeden Tag so viele Möglichkeiten, ehrlich zu loben!

Selbstbewusstsein stärken

Selbstbewusste Kinder, das ist das, was sich alle Eltern wünschen sollten, denn Selbstbewusstsein ist für das gesamte Leben einfach unabdingbar und ausgesprochen wichtig. In der Schule, im Freundeskreis, bei Hobbys, in der Pubertät und auch als Prävention gegen Missbrauch ist eine gute Portion Selbstbewusstsein immer hilfreich. Dies vermittelt man auch wieder durch Loben und durch etwas zutrauen – was bedeutet, dass man das Kind auch mal Dinge alleine machen lässt ohne gleich helfend einzuspringen.

Den Spagat finden zwischen Freund sein und Autorität

Schöne Vorstellung, als Eltern der beste Freund des Kindes zu sein? Aber ist das der richtige Weg? Eine gute Beziehung, mit Respekt voreinander und Spass im Alltag, das ist immer gut für die Eltern-Kind-Beziehung. Doch Kinder wollen und brauchen Eltern, die ihnen auch mal Grenzen aufzeigen und ohnehin kommt irgendwann die Zeit, in der sich der Nachwuchs abkapselt und distanziert von den Eltern. Also: wer den goldenen Mittelweg findet zwischen Erziehungsperson und Freund, also idealerweise Eltern, die zwar Regeln aufstellen, streng sind aber dennoch ihrem Kind zuhören, mit ihm lachen können– den richtigen Weg eingeschlagen.



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