Taschengeld selber verwalten

Söhne und Töchter werden schnell erwachsen. Daher ist es überaus wichtig, dass die Jugend schon bald gut mit Geld umgehen kann. Es fällt aber keineswegs leicht und ist mit einem langen Lernprozess verbunden, dass Kinder und junge Leute den Umgang mit Geld lernen. Denn in ihrer Umwelt warten viele Verlockungen. Wünsche und bunte Werbung oder Idealbilder versprechen viel Spass und Unterhaltung in der Freizeit. In diesem Zusammenhang fällt es keineswegs leicht, viel Disziplin zu üben. Kluge Entscheidungen wollen jedoch gelernt sein.

Kind entscheidet, Eltern wirken nur beratend

Sinnvoll das Sackgeld einteilen lernen

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Kleine Beträge einteilen

Es gibt unterschiedliche Arten von Taschengeldzahlungen. Die Eltern entscheiden am besten gemeinsam mit den Kindern, wie sie mit dem Taschengeld verfahren wollen. Viele Eltern geben ihren kleinen Kindern zuerst einen kleinen Beitrag, den sie einsetzen können. Kleine Beträge sind einfacher zu verwalten und sie zwingen zugleich zu Disziplin. Sie ermöglichen natürlich keine grossen Entscheidungen. Solch ein Betrag soll dazu verwendet werden, dass die Kinder sich ein kleines Buch kaufen, ein wenig Süssigkeiten oder für lustige kleine Spielsachen. Alle weiteren Dinge werden am besten mit den Eltern besprochen. Ein kleiner Betrag zeigt zunächst den Vorteil, dass ein Kind nicht einen grösseren Betrag an einem Tag ausgibt. Die Verlockung ist gross, ein Taschengeld jeden Monat vollständig auszugeben und nicht mit dem Geld zu wirtschaften. Zu Beginn kann es daher sehr hilfreich sein, wenn die Kinder nicht zu viel Geld verwalten und erst mit kleinem Geld üben dürfen.


Ein Taschengeldbetrag im Monat

Es gibt Empfehlungen für die Höhe eines Taschengeldes. An solchen Empfehlungen könnten sich Eltern auch orientieren oder ihrem Kind einen höheren Betrag zur Verfügung stellen. Ein Betrag, wie zum Beispiel 50 CHF, würde für kleine Wünsche genügen und für Kinder mit etwa 10 Jahren ausreichend sein. Ältere Kinder könnten bereits einen höheren Betrag erhalten. Auch ein kleiner Verdienst für eine intensive Mithilfe im Haushalt oder vielleicht bei Nachbarn wäre eine Möglichkeit schon einmal mit Geld umzugehen. Sobald die Kinder nicht mehr klein sind und ein erstes Verständnis für Geld entwickelt haben, sollten sie ein wenig mehr Geld verwalten dürfen. Ab dem 7. Lebensjahr dürfen die Kinder bereits allein einkaufen und sind eingeschränkt geschäftsfähig. Kaufen sie unsinnige Dinge, dürfen die Eltern diese zurückgeben. Ein Taschengeld muss unbedingt auch sinnvoll eingesetzt werden. Eine wichtige Lektion, die schon kleine Kinder verstehen lernen müssen, ist ein sinnvoller Umgang mit dem Taschengeld. Einige Dinge benötigen sie nun einmal nicht. Oft genügt es zu sagen, dass sie damit möglichst wichtige Dinge kaufen sollten, die einen hohen Stellenwert besitzen. Andere Wünsche werden dann mit den Eltern besprochen.

Werbung verstehen lernen

Ein toller Trick, damit das Geld nicht gleich wieder verschwunden ist, besagt, dass die Kinder einen für einige Tage oder für eine Woche ruhen lassen. Erst nach einer Wartezeit wird nochmals überlegt, ob ein Wunsch auch wirklich so wichtig ist, dass er erfüllt werden muss. In der Werbung schillert und glitzert es. Kleine Kinder werden mit einem Produkt zu Helden und ein neuer Style sieht auf einmal so unglaublich gut aus, dass die Kinder sich darin plötzlich wunderbar fühlen. Eine weitere Frage ist jene, wie lange der Glanz eines neuen Produktes anhält. Natürlich suggerieren Produkte eine Wunderwelt, in der jeder Mensch gern eintauchen möchte. Und doch machen die Dinge nicht wirklich glücklich. Je älter die Kinder werden, desto eher werden sie erkennen, dass eine neue Anschaffung sogar schon nach wenigen Minuten ohne Leben und ohne Glamour sein kann. Diese Lektion ist sicherlich die wichtigste. Sie wird meist schon den kleinen Kindern vor dem Fernseher erklärt, nachdem sie eine schimmernde Werbung für ein Spielzeug gesehen haben.

Ein kleiner Verdienst nebenbei

Ein Taschengeld muss ausserdem nicht in einem sehr hohen Bereich liegen. Die Lektion, dass Fleiss zu Geld führt, lässt die Kinder erwachsener werden. Hierdurch erhalten sie ein Bewusstsein für die Mühe, die im Verdienst von Geld steckt. Müssen sich Kinder überhaupt nicht bemühen, lernen sie nicht, welchem Wert das Geld tatsächlich besitzt. Jungen und Mädchen sollten verstehen können, dass es oft sogar viel Arbeit erfordert, damit Geld verdient wird.

Geld sinnvoll verwalten und sparen

Auch schon die kleinsten Kinder sollten ein Verständnis dafür entwickeln, dass das Geld nicht in der Geldbörse aufbewahrt wird. Zumindest ein Sparschwein sollte zur Verfügung stehen. Darüber hinaus gibt es Sparkonten und andere Anlagen, die auch kleineren Kindern schon etwas erklärt werden könnten. Zumindest sollten Geldanlagen kein Fremdbegriff sein, von dem Kinder noch nie etwas gehört haben. Je älter sie werden, desto interessanter werden finanzielle Anlagen für Kinder. Sie verstehen zwar noch nicht die Details, doch hören sie von Geldanlagen ohnehin bereits in dem Zusammenhang, dass Eltern ihr Geld anlegen und sich darüber unterhalten. Finanzgeschäfte sollten nicht zu einem unverständlichen Ungetüm für Kinder werden. Das wäre albern. Die Fakten zu Geldanlagen sind auch für Mädchen und nicht nur für Jungen sehr einfach zu verstehen. Kinder verstehen auch schon sehr gut, dass ein festgelegter Anteil ihres Geldes fest angelegt werden sollte, damit das Geld beispielsweise wächst und die Verlockung des Ausgebens nicht zu gross wird.

Ratschläge von den Eltern

Natürlich ist es wichtig, dass Sohn oder Tochter selbst entscheiden, wie sie einen Einkauf tätigen. Und doch ist es auch ganz wichtig, dass die Eltern mit dabei sind und eine Beratung zur Qualität und Verarbeitung geben. Kinder sollten schon möglichst früh lernen, dass sie einen Artikel bewerten können müssen, bevor sie einen Kauf tätigen. Üben ist dabei hilfreich, damit die Kinder nicht zu viele unschöne Käufe tätigen. Ratschläge beziehen sich hierbei ausserdem auf einen Umtausch und eine Rückgabe, sofern diese möglich sind. Heranwachsende Kinder müssen also recht viel lernen, damit sie gut einkaufen und ihr Geld verwalten können. Viele Ratschläge sind oft sehr nützlich und auch der eigene Nachwuchs hat Spass daran, zusammen mit Mutter oder Vater einkaufen zu gehen.



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