Nuggi ade

Der Vorteil vom Nuggi liegt einfach auf der Hand: viele Kinder lassen sich damit schneller beruhigen, schlafen auf einmal problemlos ein und können so ihr oftmals übermässig grosses Saugbedürfnis stillen, ohne ständig an der Brust oder der Flasche zu hängen. Und hat man erst mal mit dem Nuggi angefangen, mag man gar nicht darüber nachdenken, wie das Kind denn jemals wieder ohne auskommen soll. Aber zweifellos ist die Zeit irgendwann da, zu der das Kind sich so langsam aber sicher vom Nuggi verabschieden sollte.

Nuggi abgewöhnen

Der Nuggi muss irgendwann weg

Den Nuggi abgewöhnen

Mit Nuggi in den Kindergarten, das ist doch schliesslich peinlich und vor allem ist der Nuggi auch nicht gerade förderlich für eine gute Zahnstellung. Zahnexperten plädieren dafür, dass der Schnuller spätestens ab dem 3. besser ab dem 2. Geburtstag möglichst ganz von der Bildfläche verschwinden sollte. Ausserdem haben Kinder, die vor allem auch tagsüber lange einen Nuggi benützen, oftmals Probleme beim Sprechen. Die Konsequenzen sind möglicherweise Zahnspange und Logopädie. Also: der Nuggi muss weg!

Wie entwöhnt man das Kind von seinem „Liebling“?

Auf jeden Fall sollte der Nuggi wirklich nur dann gegeben werden, wenn es gar nicht mehr anders geht. Das heisst lieber nicht rund um die Uhr anbieten und möglichst früh dessen Einsatz dosieren. Aber auch das ist manchmal leichter gesagt als getan. Wenn das Kind ein bisschen älter ist kann man schon ein bisschen mit Logik argumentieren. Sprechen mit Nuggi? Kein Mensch kann da noch was verstehen. Zum Reden raus damit! Und auch ein Nuggi braucht mal Pause: Also: Nuckel nehmen und ihn schlafen legen. So was verstehen Kinder am ehesten! Am besten sollte man auch nicht überall einen Nuggi greifbar haben. Der erste Schritt und das erste Ziel ist also ganz klar: den Tag verbringen wir ohne! Irgendwann wird er dann nur noch als Einschlafhilfe benötigt. Und ihn nachts loszuwerden, das dauert tatsächlich am längsten. In dem Fall ist die altbekannte Nuggifee einen Versuch wert. Gibt es etwas, was sich das Kind heiss und innig wünscht? Prima – das könnte doch vielleicht die Nuggifee übernehmen. Entweder das Kind legt seinen Nuggi unters Kopfkissen oder man schickt ein Paket mit allen Nuggis direkt an die Fee. Zum Austausch muss dann aber natürlich auch das Geschenk auftauchen.


Manchen Kindern hilft auch eine Nuggi-Abschiedsfeier

Alle Familienmitglieder sind dabei, das Kind selbst wird auf jeden Fall ein paar Tage zuvor mit einbezogen und „seelisch und moralisch“ darauf vorbereitet. Denn schliesslich gibt es andere, kleine Babys die viel dringender einen Nuggi brauchen! Nun wird der Nuggi gemeinsam verpackt, die Eltern bringen das Päckchen aus dem Haus und kommen wieder mit einem grösseren Päckchen – der Inhalt dem Alter des Kindes entsprechend als Tausch für den geopferten Nuggi. Manchen Kindern fällt es auch nach einer Reise leichter, auf den geliebten Nuckel zu verzichten. Das alles ist jedoch individuell recht unterschiedlich und gerade Kinder ab 2 Jahren kann man durchaus in diese Aktion mit einbeziehen. Auch wenn der Nuggi-Abschied schwer fällt – nicht verzweifeln und konsequent bleiben! Und: das Kind so gut wie möglich unterstützen.



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