Kalorien und Energiewert

Wer gesünder leben möchte, wird irgendwann automatisch mit dem Thema Energiebilanz und Kalorien von Lebensmitteln konfrontiert. Trotzdem ist 1 cal nicht gleich 1 Kalorie, denn es kommt immer darauf an, wie sich die Energie zusammensetzt. Gesundheitsempfehlungen verlautbaren zwar, dass es theoretisch einfach ist, mit genügend Bewegung und dem richtigen Mass an Kalorien pro Tag gesund zu leben, trotzdem sollte man immer die Qualität der Lebensmittel hinterfragen. Abnehmen sollte also funktionieren, wenn am Ende des Tages bei Abschlussrechnung mehr Kalorien verbraucht und verbrannt, als zugeführt wurden. Ist das Gegenteil der Fall, wächst das Körperfett heran. Soll das etwa heissen, dass es helfen sollte, mehr Sport zu treiben und einfach weniger zu essen oder steckt mehr hinter dem Kalorienkonzept?

Die Wahrheit über Kalorien

Bewusste Energiezufuhr führt zum Wunschgewicht

Bewusste Energiezufuhr führt zum Wunschgewicht

An dem bereits veralteten Konzept mit der Kalorienbilanz zum Abnehmen zweifeln Experten heutzutage stark, wenn man sich Studien und Erfahrungen der letzten Jahrzehnte genauer ansieht. Es gilt also, die Kalorien näher zu hinterfragen, denn das simple zählen von Kalorien und Energiewerten reicht für eine gesunde Lebensweise oder für das Erreichen, bzw. Halten des Wunschgewichtes schlichtweg nicht aus. Der Körper eines Menschen darf nicht als kompletter und einfacher Verbrennungsmotor gesehen werden, denn das ist er nicht. Es kommt darauf an, wie sich Regelkreisläufe, Hormone und Enzyme zusammensetzen. Der Körper reagiert also auf das jeweilige Nahrungsmittel individuell und nicht schlichtweg auf die enthaltenen Kalorien. Die Hormone antworten im Vergleich zur Zuführung von Fetten oder Proteinen zum Beispiel ganz anders, als wenn der Körper Kohlenhydrate erhält.


Der Glykämische Index

Je nachdem, spielt nämlich auch der so genannte Glykämische Index eine ausschlaggebende Rolle wenn Lebensmittel den identischen Gehalt an Kalorien aufweisen. Sowohl das Gehirn, als auch der Blutzucker reagieren auf die Lebensmittel und nicht auf die blosse Zusammensetzung der Kalorien. Das bedeutet natürlich auch Auswirkungen auf das Hungergefühl, wenn gewisse Gehirnareale deutlich stimuliert werden, denn automatisch wird Belohnung und Verlangen mit diesem Gefühl assoziiert. Nun sollte hinterfragt werden, ob es tatsächlich ausreicht, gesünder zu leben, wenn Fette und Kohlenhydrate reduziert werden.

Kalorien zählen ist veraltet

Das alleinige zählen von Kalorien kann ganz einfach nicht funktionieren, um dadurch garantiert gesund zu leben. Zudem behaupten Experten heutzutage mittlerweile schon, dass es sogar unnötig ist, Kalorien zu zählen und ständig in Kalorientabellen nachzusehen oder den Rechner zu zücken, bevor gegessen wird. Es ist gar nicht möglich, den konkreten und ganz genauen Kaloriengehalt von einem Nahrungsmittel zu bestimmen – das ist Fakt. Besonders deshalb, weil jedes natürliche Produkt anders zusammengesetzt ist, ist es schlichtweg unmöglich, den tatsächlichen Kaloriengehalt zu bestimmen. Unterschiedliche Faktoren, wie zum Beispiel der Zeitpunkt der Ernte können zum Beispiel bestimmen, wie viele Kalorien 1 kg Kartoffeln haben. Des Weiteren spielen noch die Art der Zubereitung, sowie die Lagerung eine ausschlaggebende Rolle. Hühner, welche aus einer Massentierhaltung stammen haben einen anderen Energiegehalt, als Hühner aus der Freilandhaltung. Nimmt man die Sache mit den Kalorien zählen ganz genau, muss tatsächlich jeder Bissen zuvor auf der Küchenwaage abgewogen werden. Zudem ist es theoretisch unmöglich, eine Mahlzeit in einem Restaurant einzunehmen, denn niemand kann sagen, wie viele Kalorien tatsächlich auf dem Teller landen, weil es einfach nicht nachvollziehbar ist.

Die Sache mit den Nährwerttabellen

Eine Nährwerttabelle liefert zwar eine gute Orientierung und einen Richtwert, trotzdem sind so genannte Nährwerttabellen für Lebensmittel relativ ungenau. Die Ungenauigkeitsrate reicht sogar bis zu 10 %. Somit handelt es sich also um einen jahrelangen Irrtum, wenn Menschen denken, sie können geplant abnehmen, weil sie jeden Bissen mit den Kalorien abzählen und eine Bilanz vor Augen haben. Es handelt sich dabei nur um eine Fantasievorstellung. Ein gesundes Körpergewicht lässt sich ganz anders erreichen.



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