Eisenmangel – schlapp, antriebslos und müde

Es ist einfach gesagt, dass eine gesunde Ernährung wichtig ist. Fast Food, Eile, Hektik, viele Aktivitäten und der Unwille zu kochen führen gern dazu, dass schlecht gegessen wird. Der Körper benötigt viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralien. Eisen ist ein Spurenelement, das der Körper in ausreichendem Umfang aufnehmen muss. Eisenmangel führt zu Blutarmut, zu Herzproblemen und zu einem Gefühl von Erschöpfung. Daher ist es wichtig, dass der Körper in einem ausreichendem Umfang Eisen zu sich nimmt. Dieses Spurenelement muss eigentlich nicht einmal tierischen Ursprungs sein. Weltweit leiden die meisten Menschen unter einem Mangel an Eisen. Ohnehin können sich die meisten Menschen auf der Welt keine tierischen Lebensmittel leisten und sie sind grundlegend schlecht mit wichtigen Nährstoffen versorgt.

Eine eisenreiche Ernährung verfolgen

In rotem Fleisch und grünem Blattgemüse steckt viel wertvolles Eisen

In rotem Fleisch und grünem Blattgemüse steckt viel wertvolles Eisen

Die Aufgaben von Eisen im Körper

Eisen ist ein Spurenelement, welches für die Bildung roter Blutkörperchen benötigt wird. Es verbessert den Transport von Sauerstoff im Körper über das Blut. Der Körper bildet bei einem akuten Eisenmangel viel zu wenig neues Blut und leidet unter Blutarmut. In akuten Fällen treten ganz deutliche Mangelerscheinungen auf. Diese zeigen sich durch Müdigkeit, Kraftlosigkeit oder eine sehr blasse Farbe der Haut. Zwei Drittel des Eisens sind im Hämoglobin gebunden. 20 % Prozent des Eisens befinden sich laut den Informationen des Vegetarierbundes in den Eisenspeichern. In der Muskulatur spielt das Eisen für die Speicherung von Sauerstoff eine wichtige Rolle. Eisen wird also dafür benötigt, dass die Muskeln Leistung bringen können. Mithilfe von Eisen generiert die Zelle Energie und das Eisen wird für die Bildung von Botenstoffen und Hormonen benötigt. Ein Eisenmangel führt beispielsweise also zu Hormonstörungen, die eine gravierende Wirkung zeigen.


Unterschiede zwischen pflanzlichem und tierischem Eisen

Es gibt zweiwertiges und dreiwertiges Eisen. Ein entscheidender Unterschied zwischen diesen beiden Formen von Eisen ist deren Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, dass die Wertigkeit des Eisens über die Verwertbarkeit im Körper entscheidet. Zweiwertiges Eisen aus Fleisch und Fisch kann besser vom Körper aufgenommen und verwertet werden. Der Vegetarierbund informiert darüber, dass etwa die Bioverfügbarkeit hier zwischen 15 % und 30 % liegt. Bei dreiwertigem Eisen aus Pflanzen sind es jedoch nur 2 % bis 20 %. Der Körper muss also weitaus mehr Eisen aus Pflanzen aufnehmen, damit dieser optimal ernährt ist. Vegetarier oder Veganer müssen viele Quellen für Eisen nutzen, um nicht krank zu werden.

Welche Lebensmittel Eisen enthalten

Es gibt viele Quellen für Eisen, auf die beispielsweise der Vegetarierbund und zahlreiche Organisationen aufmerksam machen. Auch die WHO informiert darüber, was zu einer gesunden Ernährung gehört. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Vegetariern und Veganern. Abwechslung gilt grundsätzlich als enorm wichtig, damit jede Form von Ernährung gesund sein kann. Nüsse, Beeren, wenig Weizen und Zucker, viel grünes und rotes Gemüse und Hülsenfrüchte bilden eine wichtige Basis. Ernähren sich manche Menschen nicht von Fleisch und Fisch, dann finden sie Eisen in Eiern und Milchprodukten ebenso, wie auch in weiteren pflanzlichen Quellen. Wichtig ist dabei zu beachten, dass zum Beispiel Kaffee und Lebensmittel mit einem hohen Gehalt von Phytaten nicht gut für die Eisenaufnahme im Körper sind. Der Vegetarierbund empfiehlt ein ausgewogenes Verhältnis zu schaffen. Viel Vitamin C ist ausserdem sehr wichtig für die Aufnahme und Verwertung von Eisen im Körper. Auch bei einer Mischkost nimmt der Körper nicht das gesamte Eisen im Körper auf, sondern vielleicht 18 %. Bei Veganern und Vegetariern sind dies lediglich etwa 8 % weniger. Interessant ist dabei, dass auch das Trinkwasser einen bestimmten Eisengehalt aufweisen kann.

Gesunde Ernährung für Vegetarier

Rote Beete, Eier, Milchprodukte, Soja und Pfefferminztee enthalten zum Beispiel in einem vergleichsweise hohen Anteil das Spurenelement Eisen in seiner pflanzlichen Form. Dies bedeutet, dass der Körper einen pflanzlichen Anteil von Eisen durch die Aufnahme pflanzlicher Nahrung zuführen kann. Wichtig ist ein hoher Verzicht auf Eisenhämmer, wie etwa Kaffee. In Hülsenfrüchten, Reis, Nüssen, grünen Salaten, Spinat, Erbsen, Zucchini oder auch in Fenchel ist viel Eisen enthalten. Spinat wird sicherlich als Eisenquelle überschätzt, aber doch ist im frischen Spinat viel Eisen enthalten. Dieses Eisen ist dreiwertig, sodass möglichst viel davon aufgenommen werden müsste. Ebenso gesund sind Vollkornprodukte und Haferflocken. Darin sind auch viele weitere wichtige Stoffe enthalten, die der Körper benötigt. Abwechslung in der Ernährung ist das A und O. Eine gängige Ernährungspyramide kann bereits viele Informationen zur richtigen Ernährung geben. Der Körper besteht zu einem grossen Teil aus Eiweissen und Fetten. Daraus folgt, dass diese in der Ernährung in einem gesunden Anteil vorhanden sein müssen. Eine fettfreie Ernährung ist daher nicht gesund. Mehrfach gesättigte Fettsäuren sind für den Körper also essenziell. Eine wichtige Basis bilden etwa Hülsenfrüchte, Reis und Sojaprodukte. Eisen ist in vielen Lebensmitteln in kleinen Mengen enthalten.

Eisenmangel nicht selbst behandeln

Leidet der Körper aber einmal unter einem echten Eisenmangel, dann darf dieser nicht selbst behandelt werden. Ein kurzzeitiger Mangel an Eisen könnte mithilfe von Präparaten aus der Apotheke oder vielleicht aus der Drogerie behoben werden. Leidet eine Person aber ganz sichtbar unter einer Anämie, muss ein Arzt aufgesucht werden. Eine Anämie macht sich durch eine akute Blässe der Haut und durch eine langfristige Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kraftlosigkeit bemerkbar. Der Körper kann nicht mehr ausreichend Sauerstoff transportieren und es fehlt das Blut, das die Organe optimal durchblutet. Ein echter Mangel, der sich schon krankhaft bemerkbar macht, kann durch einfache Eisenpräparate nicht mehr geheilt werden. Ein Fachmann muss dann eine geeignete Therapie einleiten. Nur so kann erneut ausreichend Blut gebildet und die Eisenreserven aufgefüllt werden. Um einen echten Eisenmangel in diesem Umfang festzustellen, wird von einem Arzt ein Blutbild erstellt, anhand dessen Information dann Massnahmen ergriffen werden.



Facebook Kommentare

Kommentar verfassen

  

  

  

Sie können diese HTML Tags verwenden

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>