Wie viel Fremdeln ist normal?

Beruhigend zu hören: fremdeln tun Babys nicht, um ihre Eltern an sich zu “fesseln” oder weil sie so ängstlich und skeptisch Fremden gegenüber sind. Fremdeln ist eine wichtige Phase, die einen grossen Entwicklungsschritt mit sich bringt. Während ein Baby, welches nicht fremdelt, bei allen Personen bleibt und alle fremden Menschen akzeptiert, hat ein fremdelndes Baby klar gelernt, zu unterscheiden, wer zu ihm gehört und wem es vertrauen kann – und wem nicht.

fremdeln

Unterwegs mit Mama

Wenn Babys fremdeln

Das Fremdeln fängt beim einen Kind bereits mit 4 Monaten an, beim anderen erst mit 10, das eine fremdelt heftig, das andere kaum spürbar. Alles ist in Ordnung und kein Anlass zur Sorge. Eigentlich kann man sich sogar freuen: denn immerhin hiermit zeigt uns unser Nachwuchs auf diese Weise, dass es einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt erreicht hat. Das passiert meist dann, wenn es von selber auf andere Menschen zugehen kann, durch Krabbeln oder ähnliches. Von der Natur aus eigentlich sogar sinnvoll, sorgt es doch dafür, dass das Baby dadurch in der Nähe seiner Bezugspersonen bleibt und sich nicht zu weit entfernt und sich eventuell in Gefahr begibt. Wer dies weiss, kann umso besser auf sein Kind eingehen und sich vielleicht auch verkneifen, es trotz Widerwille der Oma auf den Arm zu geben und es womöglich noch von einem Kuss zu überzeugen.

Man kann allerdings beobachten, dass die Babys prinzipiell eher bei Männern fremdeln als bei Frauen, erst recht wenn diese bärtig und rau sind.


Übrigens sind auch Kinder, deren Fremdenphase ganz extrem abläuft, überhaupt nicht zwangsläufig später mal kontaktscheue oder ängstliche Menschen – dies kann sich auch komplett ins Gegenteil umkehren. Also keine Angst, wenn Junior mal wieder bei der Mutter am Rockzipfel hängt und weint und schreit, weil es partout nicht zur Oma – oder sogar zum Papa – auf dem Arm mag. Hier ist einfach Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt. Dennoch ist die Chance hoch, dass Babys, die von Anfang an mehrere Bezugspersonen haben, also ihren Vater gut kennen und auch die Oma oft besuchen, zumindest diesen Personen gegenüber nicht zu fremden anfangen. Eine Garantie gibt es aber nicht! Aber Fremdeln geht vorbei, genau wie das Zahnen und das Nicht-Durchschlafen. Wie gesagt, auch wenn es manchmal nervt und einengt: es gehört dazu zu Babys gesunder Entwicklung! Die Kinder hängen in dieser Zeit besonders viel am Rockzipfel der Mutter.



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