Trocken werden

Sauber und trocken werden muss für Eltern und Kind keine schwierige und aufwendige Angelegenheit sein. Es sollte vielmehr eine ganz natürliche und entspannte Sache sein. Die Eltern müssen dem Kind ein Vorbild sein und sollten die Toilettentüre nicht vor dem Kind verschliessen. Im Alter zwischen 12 und 18 Monaten zeigt das Kind mehr und mehr Interesse am Geschehen auf dem WC und möchte wissen, was Mami und Papi ständig dort zu tun haben.

Trocken werden: Ein Meilenstein in der Entwicklung


Trocken werden

Das erste Mal selber Pipi machen

Eltern sind Vorbilder

Auch wenn es gewöhnungsbedürftig ist, sollten die Eltern ihr Kind ganz ungeniert zuschauen lassen. In dieser Zeit kommt es bestimmt auch vor, dass es beim Baden in der Badewanne plötzlich plätschert oder es im Sommer beim nackig spielen auf den Urin-, bzw. den Stuhlgang aufmerksam wird. Sichtlich begeistert von dieser Fähigkeit nimmt das Kind erstmals wahr, was es bisher nur von Eltern und Geschwistern kannte. Das bewusste Wahrnehmen der Blasen und Darmentleerung ist die Voraussetzung für das erfolgreiche Lernen trocken zu werden. Die meisten Kinder werden im Altern zwischen drei und vier Jahren trocken und sauber. Kinder welche älter Geschwister haben lernen leichter und schneller Trocken zu werden. Studien haben gezeigt, dass durch Training und vorzeitiges Üben im ersten Lebensjahr keinen Einfluss auf die Entwicklung der Darmkontrolle genommen werden kann.


Individuell auf das Kind eingehen

Wann der richtige Zeitpunkt dafür ist sollte allein das Kind bestimmen. Zeigt es Interesse und Eigeninitiative können die Eltern ihr Kind motivieren und beim lernen unterstützen. Wenn Mama oder Papa selbst zur Toilette müssen, können sie ihr Kind aufmuntern selbst auch ein Versuch zu machen. Eine andere Möglichkeit ist es, dass Kind ohne Windeln herum laufen zu lassen und es immer wieder nach dem Harndrang zu Fragen. Geht anfangs hin und wieder Mal etwas auf den Boden, sollten die Eltern nicht verärgert sein. Vielmehr sollten sie es begrüssen, dass das Kind den Versuch ohne Windeln zu spielen gewagt hat und es weiterhin motivieren auf die Harnentleerung zu achten. Manche Kinder lehnen das Töpfchen ab, weil die Eltern ihr Geschäft schliesslich auch nicht dort verrichten. Anderseits fühlen sich die meisten Kinder auf der Toilette unwohl, weil sie Angst haben hinein zu fallen. Sehr hilfreich ist hier ein WC Ring, welcher die Öffnung verkleinert, und mit Griffen an den Seiten dem Kind die Möglichkeit gibt, sich fest zu halten. Die Blasenkontrolle nachts wird in den meisten Fällen erst später erlernt. Als Eltern kann darauf geachtet werden, ob die Windeln am Morgen nach dem Aufstehen gefüllt oder leer sind. Sind sie noch leer, können sie ihr Kind motivieren, auch nachts ohne Windeln zu schlafen. Manchmal verschafft auch eine kleine vernünftige Belohnung, die notwendige Motivation des Kindes. Um einen grösseren Arbeitsaufwand beim allfälligen Bettnässen zu vermeiden, können die Matratzen durch sogenannte Bettmatten geschützt werden. Diese haben einen saugfähigen Oberfläche und eine Plastikfolie als Unterseite. Etwa 50% der Kinder lernen im Verlauf des vierten Lebensjahres nachts trocken zu bleiben.



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