Stillen und Berufstätigkeit

Stillen am Arbeitsplatz

Nimmt die Frau ihre Berufstätigkeit wieder auf und möchte trotzdem weiterstillen, erfordert dies eine gewisse Herausforderung und vor allem aufwendige Organisation. Diese sind aber mehr wertvoll und lobenswert als mühsam. Ist es organisatorisch nicht möglich das Baby persönlich zu stillen ermöglichen praktische Milchpumpen das Abpumpen der Muttermilch am Arbeitsplatz. So bleibt die Milchproduktion erhalten und das Baby kann weiterhin mit Muttermilch ernährt werden. Hierzu sollte die Mutter etwa zwei Wochen vor der Wiederaufnahme der Arbeit mit zusätzlichem Abpumpen beginnen. So kann sie durch einfrieren der Muttermilch den nötigen Vorrat anschaffen.

Rechte am Arbeitsplatz

Eine stillende Mutter darf nicht über die vereinbarte ordentliche Dauer der täglichen Arbeit hinaus beschäftigt werden, keinesfalls länger als neun Stunden. Für das Stillen im ersten Lebensjahr ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, sowohl Zeit fürs Stillen wie auch Abpumpen einzuräumen. Stillzeit im Betrieb gilt als Arbeitszeit. Verlässt die Mutter den Arbeitsort zum Stillen, ist die Hälfte der zeitlichen Abwesenheit als Arbeitszeit anzurechnen. Die übrige Stillzeit darf weder vor, noch nachgeholt werden. Sie darf auch nicht an andere gesetzliche Ruhe- oder Ausgleichszeiten angerechnet werden (Stillzeit darf nicht im Überzeitkonto als Negativsaldo geführt oder als Ferien belastet werden).


Die Rechtslage in der Schweiz unterstützt das Stillen am Arbeitsplatz mit folgenden gesetzlichen Bestimmungen (Auszug aus admin.ch, Art. 35 und 35a ArG):

Für das Stillen im ersten Lebensjahr ist die Stillzeit wie folgt an die Arbeitszeit anzurechnen:

  • a) Stillzeit im Betrieb gilt als Arbeitszeit;
  • b) verlässt die Arbeitnehmerin den Arbeitsort zum Stillen, ist die Hälfte dieser Abwesenheit als Arbeitszeit anzuerkennen;
  • c) die übrige Stillzeit darf weder vor- noch nachgeholt werden, sie darf auch nicht anderen gesetzlichen Ruhe- oder Ausgleichsruhezeiten angerechnet werden.



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