Die Stillberatung

Für einen optimalen Start in die Stillbeziehung sind die ersten Stunden nach der Geburt sehr wichtig (Bonding). Wenn es der Gesundheitszustand des Neugeborenen und der Mutter erlaubt, sollte das Baby gleich nach der Geburt auf die nackte Brust der Mutter gelegt werden und dort für die nächsten zwei Stunden bleiben können. Waschen, und Festlegung von Gewicht und Grösse haben keinen Grund zur Eile.

Stillberatung

Wie richtig stillen

Der Such-, und Saugreflex des Neugeborenen ist 20 Minuten bis etwa 2 Stunden nach der Geburt sehr ausgeprägt. In dieser Zeit kommt es aus instinktiver Initiatives des Säuglings zum ersten Stillen. Das feine Saugen an der Brust und die Berührungsreize bewirkt die Ausschüttung von den Stillhormonen. Prolaktin das Milchbildungshormon und Oxytozin das Milchspendehormon. So wird auch in Zukunft die Milchbildung durch die Nachfrage des Kindes gesteuert.

Die ersten Tage

Die ersten Tropfen der sogenannten Vormilch (Kolostrum) sind für das Baby von ganz besonderer Bedeutung. Die Vormilch enthält im Unterschied zur späteren Muttermilch viel mehr Eiweiss, vor allem Antikörper, welche das Neugeborene in den ersten Lebenstagen vor Infektionen schützen.

Auch wenn es nach wenig erscheint, die Vormilch deckt den Bedarf des Kindes. Ein gesundes, termingeborenes Baby kommt in den ersten Tagen mit wenig Flüssigkeit aus. Zum einen, hat es in den letzten Tagen der Schwangerschaft mehr Flüssigkeit gespeichert und zum anderen enthält das Kolostrum dreimal soviel Natrium wie die reife Muttermilch.


Erste Woche

Vom zweiten bis sechsten Tag nach der Geburt geht die Vormilch in die reife Muttermilch über. Dieser Übergang ist nach ungefähr zwei Wochen abgeschlossen. In diesen zwei Wochen hat sich die Muttermilch in der Zusammensetzung und Menge bereits der schnellen Entwicklung des Babys angepasst. Um eine ausreichende Nährstoff-, und Flüssigkeitsversorgung zu erreichen, sollte die Mutter das Neugeborene so oft Stillen wie es danach verlangt. Es weiss instinktiv wie viel es braucht und regt durch häufiges Saugen an der Brust die Milchproduktion an. In der Regel sind das alle 2.5 bis drei Stunden während 24 Stunden.

Der Stillrhythmus wird sich besonders in den ersten sechs Monaten immer wieder verändern. Auch Wachstumsschübe, hohe Temperaturen im Sommer, Unruhezustände und Schlafbedarf haben Einfluss auf den Stillrhythmus.

Stillen will gelernt sein. Durch korrektes Anlegen an-, und lösen von der Brust können Stillprobleme vermieden werden. Mit Unterstützung von einer Hebamme oder Stillberaterin können die verschiedenen Stillpositionen erlernt werden.

Alle wichtigsten Punkte, wie man richtig stillt, ist hier nochmals in einem .pdf zum Ausdrucken zusaemmengestellt.



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