Schlafsäcke für Babys

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass die Nutzung eines Babyschlafsacks anstelle einer Zudecke dazu beiträgt, dem überaus gefürchteten plötzlichen Säuglingstod vorzubeugen. Das ist eigentlich auch ganz logisch: unter eine Decke könnte das Baby versehentlich rutschen, im Schlafsack jedoch liegt es gut, sicher und warm verpackt und wenn er optimal passt, kann hierbei überhaupt nichts verrutschen.

Folgende Dinge sollten beachtet werden:

Zum einen sollte er, wenn möglich, nicht insgesamt zu lang sein. Ist unter den Füssen zu viel Platz und Luft, geht Wärme verloren. Ausserdem mögen es kleinere Babys noch eher kuschelig und begrenzt. Eine ideale Grösse für einen Schlafsack im Neugeborenenalter liegt daher zwischen 50 und maximal 65 cm.

Bedenken muss man immer, dass ein 55 cm grosses Kind ja nicht mit dem ganzen Körper darin liegt sondern der Kopf herausschaut, also auch nicht mit gemessen wird. Manche Hersteller bieten mittlerweile sogar Schlafsäcke an, die mitwachsen, sei es oben am Halsausschnitt oder unten herum indem man ihn in der Länge umklappt. Mindestens genauso wichtig wie die Länge ist übrigens der Halsausschnitt. Ist dieser nämlich zu weit, kann das Baby genauso hineinrutschen wie unter eine Decke. Und dann ist der beste Schlafsack zwecklos. Also lieber am Hals etwas enger – Neugeborene haben einen ziemlich winzigen Hals.


Zum idealen Material kann man sagen, dass das Baby im Schlafsack möglichst nicht schwitzen sollte. Auch Überhitzung ist nämlich nicht gesund und zählt ebenfalls zu einem der Faktoren, die den plötzlichen Säuglingstod begünstigen. Also ist darauf zu achten, dass der Schlafsack zu einem Grossteil aus atmungsaktiven Fasern besteht: Baumwolle, Wolle – also Naturfasern – und eher weniger Polyester.

Temperatur beachten

Idealerweise sind Schlafsäcke welche für Sommer und Winter verwendbar sind. Also über einen warmen Zusatz verfügen. Man kann dann den Nachwuchs, wenn er sich im Schlafsack wohlfühlt, durchaus bis zum 3. Lebensjahr darin schlafen lassen. Selbst in diesem Alter rutschen die Kinder zwar nicht mehr unbedingt unter die Decke, aber sie kriechen im Bett herum und liegen dann eher oftmals ohne Decke da. Ob der Schlafsack nun langärmlig ist oder nicht, das ist Geschmackssache. Wählt man einen ohne Ärmel, ist man im Zweifelsfall flexibler und kann je nach Temperatur noch ein oder 2 Lagen darunter ziehen. Überhaupt gilt auch im Schlafsack das Zwiebelprinzip. Das Kind hat ja keine Decke, also darf es an den Armen auch ruhig 2 Lagen tragen – einen Langarmbody plus Pulli beispielsweise. Auch im Schlafsack wird angezogen je nach Bedarf, Temperatur und Kind: manche brauchen Strampler und Wollsöckchen, andere wiederum liegen mit nackigen Füsschen drin. Hier hilft nur ausprobieren – wenn Beine und Füsse warm sind, ist alles okay. Händchen übrigens sind bei ganz kleinen Babys fast immer kühl. Zwischen den Schultern kann man am besten feststellen, ob Baby schwitzt.

Aber, welcher ist nun der Richtige?

Es gibt Schlafsäcke, in die man noch zusätzlich Innensäcke anziehen kann oder welche mit abnehmbaren Ärmeln. Auf dem Markt ist die Auswahl gross, letztendlich ist es eine Preisfrage. Besonders billige Modelle mit grell bunten Drucken darauf könnten übrigens Schadstoffe beinhalten – entweder lieber die Finger davon lassen, immerhin liegt der Sprössling ja einige Stunden darin – oder aber ein paar Mal vorwaschen. Die ideale Temperatur im Schlafzimmer sollte übrigens 16-18°C betragen.



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