Robben und Kriechen lernen

In den ersten Lebensmonaten konnte sich der Säugling nicht ohne die Hilfe der Eltern bewegen. Durch das Strampeln mit den Armen und Beinen hat der Säugling seine Muskeln am ganzen Körper trainiert und aufgebaut. Und irgendwann zwischen dem dritten und siebten Monat bewegt er sich zum ersten Mal aus eigener Kraft.

kriechen

Baby versucht zu krabbeln und hat sichtlich Freude

Krabbeln & Kriechen

Seine erste motorische Errungenschaft ist das drehen aus der Bauch-, oder Rückenlage auf die Seite. Kurze Zeit später gelingt es dem Säugling sich aus der Bauchlage auf den Rücken oder umgekehrt aus der Rückenlage auf den Bauch zu drehen. Diese tolle Erfahrung entwickeln manche Kinder weiter, und nutzen das Drehen zur Fortbewegungsmöglichkeit. Durch wiederholtes Überrollen gelangen sie an den gewünschten Ort und können so erstmals die Umgebung auf eigene Faust erkunden. Häufig benutzen die Kinder auch das Kreisrutschen um ihren Bewegungsradius zu vergrössern. In der Bauchlage setzt der Säugling Armen und Beine ein, stösst sich am Boden ab und dreht sich damit im Kreis herum. Drehpunkt ist der Bauch.

Die Ausgangsposition des Kindes

Vielerorts wird den Eltern empfohlen, ihr Kind nicht auf den Bauch schlafen zu lassen um das Risiko des plötzlichen Kindstodes zu verringern. Aus Angst wird das Baby dann auch tagsüber selten auf den Bauch gelegt. Die Bauchlage wird zur ungewohnten Körperhaltung, Muskeln werden nicht trainiert und das krabbeln lernen dadurch sehr erschwert. Ist das Baby wach und spielt vergnügt gibt es kein Grund Angst zu haben, denn diese hindert bloss motorische Entwicklung.


Das Kind will sich nicht nur Bewegen, nein viel mehr möchte es die Umgebung entdecken. Es möchte alles Erreichbare ansehen, anfassen, in den Mund nehmen und auf seine Beschaffenheit prüfen. Aus dieser Neugier heraus macht der Säugling von Woche zu Woche mehr Fortschritte. Im Alter zwischen sieben und zehn Monaten beginnt das Kind zu Robben. Eine Übersicht über alle Monate im ersten Jahr gibt es hier. Erstmals stütz sich der Säugling auf den Ellbogen oder Händen ab und kann so den Oberkörper vom Boden abheben. Damit baut er die Kraft in den Armen und Schultern auf. Es gelingt ihm dann, sich mit den Armen vorwärts zu ziehen oder rückwärts zu schieben. Zunehmend benützt der Säugling dann auch die Beine und robbt so über den Boden. Als Vorbereitung auf das Kriechen hebt der Säugling seinen Körper vom Boden ab und stütz sich auf den Händen und Knien ab. In dieser Positionen wippt es vor und zurück. Zeitweise versucht es einen Arm vom Boden ab zu heben um an ein Spielzeug zu gelangen. Oder es rückt mit beiden Knien etwas vorwärts. Hat der Säugling den Bewegungsablauf einmal erkannt, kriecht es innert wenigen Tagen. Die linke Hand nach vorn, dass rechtes Bein angezogen und umgekehrt. Dieser Bewegungsablauf trainiert das Zusammenspiel der rechten und linken Hirnhälfte (Motorik und lernen). Diese Zusammenarbeit ist wichtig für das spätere Lesen und Schreiben lernen.

Ab jetzt kanns so richtig losgehen…

Durch seinen Entdeckungsdrang ist das Kleinkind kaum mehr auf zu halten. Die Aufgabe der Eltern besteht nun darin, die für das Kind gefährlichen Gegenständen ausser Reichweite zu bringen. Ist das Kind nun mobil gilt es auch zu erziehen. Das Kind muss lernen, was es entdecken darf und wo die Grenzen sind, dafür gibt es ganz klare Regeln.



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