Lieber Stoff- oder Wegwerfwindeln

Was für eine Frage… die meisten Eltern tendieren sofort zu Wegwerfwindeln und nicht zu Windeln aus Stoff, die man umständlich falten muss, danach umständlich auswaschen und womöglich läuft dann auch noch alles aus.. Stopp! Ganz so vorsintflutlich ist es nämlich nicht mehr. Klar, Stoffwindeln muss man waschen, das ist aber auch schon alles.

Ökologischer und ökonomischer Gedanke

Aus Bequemlichkeit benutzt - Wegwerfwindeln

Wer sich mal ein bisschen genauer umsieht auf dem Stoffwindelmarkt wird schnell feststellen, dass es mittlerweile Systeme gibt, die den Wegwerfwindeln fast in nichts nachstehen – nur dass sie eben aus Stoff sind und somit natürlich wesentlich weniger an Müll produzieren. Wenn man mal annimmt, dass ein Baby im Laufe seines Lebens etwa 5000 Windeln verbraucht bis es sauber ist, ist dies eine ganz beachtliche Menge! Und letztendlich müssen diese ja nicht nur entsorgt werden und verursachen dadurch einen riesigen Müllberg, sondern man muss sie auch herstellen und dazu braucht man unter anderem Wasser und Rohstoffe. Richtig, zum Windeln waschen braucht man auch Wasser aber vergleichsweise weniger als zur Herstellung der Wegwerf-Variante. Klar, Wegwerfwindeln sind einfach enorm praktisch aber letztendlich auch ganz schön teuer wenn man bedenkt, dass Kinder mal locker so 3 Jahre oder sogar noch länger brauchen bis sie wirklich sauber sind. Man vermutet auch, dass Kinder mit Stoffwindeln schneller sauber werden, einfach deshalb weil ihnen die Nässe am Po irgendwann als unangenehm erscheint. Das wäre ja ein praktischer Nebeneffekt.

Übrigens kann man auch oft beobachten, dass Babys in Stoffwindeln weniger wund werden, da hier ein Luftaustausch am Po möglich ist und vor allem kein Parfüm und auch sonst keine Chemie in diesen Windeln ist um einen wunden Po zu vermeiden. Der Luftabschluss bei Wegwerfwindeln führt mitunter zu wunden und offenen Stellen. Nun ist es aber wichtig, ein System zu haben, welches auch wirklich komfortabel in der Handhabung ist am besten also eines was von der Form her einer Wegwerfwindel nahe kommt.


Und das gibt es, Stoffwindeln, die aussehen wie jene zum Wegwerfen also mit Klettverschluss und Gummibündchen am Bein. Noch dazu bieten viel Hersteller diese Windeln mitwachsend an also per Knopfdruck in der Grösse zu verstellen so dass sie dem Baby vom ersten Tag an bis zum Sauber werden passt. Mit 20 – 25 Windeln ist man gut ausgestattet und muss etwa jeden 3. oder 4. Tag waschen. Das heisst man braucht einmal 25 Windeln und nicht über die Jahre verteilt 5000. Durchaus ein Unterschied. In die Stoffwindel hinein kommt ein Vlies welches ein bisschen aussieht wie ein Toilettenpapier, nur haltbarer ist. In diesem landet dann Babys Häufchen und wird nach dem Wickeln einfach in die Toilette gespült. Übrig bleibt die nasse Windel, die man im Eimer aufbewahrt bis zu nächsten Wäsche. Alles also recht unkompliziert.

Zuerst testen, dann kaufen

Wer mit Stoffwindeln wickeln will, sollte sich umhören ob es irgendwo eine Möglichkeit gibt, dies auszutesten denn letztendlich ist es doch nicht jedermanns Sache und die etwas höheren Anschaffungskosten die in dem Fall ja alle auf einen Schlag anstehen sind ansonsten für die Katz. Allerdings spart das Wickeln mit Stoff auch ganz schön Geld, denn angeschafft werden müssen sie nur einmal. Selbst wenn das System um die CHF 500,- kostet kann sich jeder selbst ausrechnen, wie weit man damit mit Wegwerfwindeln kommt. Und wer noch mehrere Kinder damit wickelt, spart natürlich auf Dauer noch mehr. Einen Versuch ist es in jedem Fall wert!



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