Laufen lernen

Die motorische Entwicklung ist von Kind zu Kind sehr unterschiedlich. Auf dem Weg zum freien Gehen verfolgen 87% der Kinder die oben beschriebenen Entwicklungsschritte. Die übrigen Kinder wählen ganz vielfältige Formen zur Fortbewegung, welche durchaus normal sind und auch zum Ziel führen. Sind die Eltern durch die Bewegungsart ihres Kindes in Sorge, sollten sie mit der Mütter/ Väterberatung oder einem Kinderarzt Kontakt aufnehmen.

Die ersten Schritte an der Hand von Mami

Besonders gross sind die zeitlichen Unterschiede bei Laufen lernen. Während die frühsten Kinder im Altern von acht bis zehn Monaten ihre ersten Schritte alleine machen, werden andere 18 bis 20 Monate alt bis sie selbständig laufen können. Die meisten Kinder aber lernen mit 12 bis 14 Monaten frei zu gehen. Einige lernen schon im ersten Babyjahr zu laufen

Aller Anfang ist schwer

Anfangs beginnt sich das Kleinkind an Stühlen, Tischen oder Möbeln hoch zu ziehen. Oft bleibt es zuerst in aufrechter Haltung auf den Knien, bevor es sich traut auf die Füsse zu stehen. Es gilt nun die Rückenmuskulatur und die Kraft in den Beinen auf zu bauen. Fühlt sich das Kind im Stand sicher, versucht es an den Möbel entlang zu gehen. Gleichzeitig gelingen ihm auch die ersten Schritte, wenn es von einem Elternteil an den Händen gehalten wird. Das Laufen sollte möglichst Barfuss oder in rutschfesten Socken gelernt werden. Im Winter sollten die Finken eine dünne, weiche, formflexible Sohle aufweisen. Die Schuhe sollten ebenfalls nicht zu steif und hart sein und viel Bewegungsmöglichkeiten zu lassen. Vielfach ist das Kind mit dem Laufen lernen so beschäftigt, das andere Entwicklungsbereiche durchaus zu kurz kommen. Es interessiert sich weniger für Spielsachen, noch erweitert es seinen Wortschatz.


Laufen lernen: Die ersten Schritte

Die ersten Schritte alleine erfordern nicht nur das nötige Gleichgewicht sondern auch Mut und Vertrauen in das eigene Können. Das Kind versucht sich auch im freien Raum auf zu stehen. Dabei steht es aus der Kriechhaltung auf seine Füsse. Um das Gleichgewicht zu halten, streckt es den Po in die Höhe. Es probiert die stützenden Hände vom Boden zu lösen und sich auf zu richten. Anfangs läuft das Kleinkind noch sehr breitbeinig und wackelig. Die Füsse vermag es noch nicht ab zu rollen und Richtungsänderungen sind eine grosse Herausforderung. Das richtige Tempo zu finden, fällt ihm zuerst noch sehr schwer und bei den geringsten Unebenheiten verliert es das Gleichgewicht und geht zu Boden. Nach einigen Wochen geht das Kind aber immer sicherer und mutiger. Sein Bewegungsdrang und seine Aktivität werden immer grösser und erfordern viel Platz und Freiheit. Die motorische Entwicklung steht in Zusammenhang mit der geistigen Entwicklung. Es ist wichtig, dass sich das Kind viel bewegen kann und die Möglichkeit bekommt, seine motorischen Fähigkeiten aus zu weiten. Rennen, Hüpfen, Balancieren, Klettern, Rutschen, Schaukeln und Velo fahren fördern das gesunde körperliche und geistige Wachstum.



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