Hilfe beim Zahnen

Viele leid geplagte Mütter können davon ein Lied singen: gerade hat das Baby die Drei-Monats-Koliken hinter sich gelassen, vielleicht gab es schon etwas ruhigere Nächte und jetzt das: das Baby zahnt und die nächste turbulente Zeit steht an. Es ist aber auch wirklich schmerzhaft, wenn die kleinen Zähnchen sich durch das Zahnfleisch ihren Weg nach draussen bahnen.

zahnen

Wenn Babys zahnen

Die ersten Zähne

Erkennen kann man ein zahnendes Baby an mehreren Dingen: glühende Wangen, manchmal gesellt sich sogar Fieber dazu, die Kinder sabbern viel und manchmal haben sie Durchfall. Auch einen leichten Hautausschlag im Kinn-, und Kieferbereich ist häufig. Gerade wenn viel Spucke fliesst, sind kurze Halstücher ideal – wenn Baby bereits krabbelt auf jeden Fall auch besser als normale Lätzchen, da diese meist zu gross sind und herunterhängen. So bleibt zumindest die darunter liegende Kleidung trocken und muss nicht ständig gewechselt werden.

Babys beissen gerne auf allem herum

Übrigens beissen die Kleinen, wenn die Zähnchen drücken, auch immer begeistert auf allem Greifbaren herum. Dies scheint die Schmerzen zu lindern. Daher empfiehlt es sich durchaus, einen Beissring dafür zu kaufen. Aber Vorsicht: Beim Kauf ist unbedingt darauf zu achten, dass sich darin keine Weichmacher oder Phthalate befinden. Gekennzeichnet ist dies mit „PVC frei“ oder „ohne Phthalate“. Manche schwören auch auf Veilchenwurzeln zum darauf Kauen. Es gibt sie in Apotheken oder Naturshops; allerdings sollten diese zwecks eventueller Keimbildung immer mal wieder ausgekocht werden. Ebenfalls hilfreich, wenn es schlimm wird, ist eine Zahnfleischmassage durch die Mama, entweder mit dem blossen Finger oder aber mit speziellen Finger-Aufsätzen, die es zu kaufen gibt. Sollte das Kind sich ganz schwer tun, insbesondere nachts mit dem Schlafen, kann man den Arzt fragen und um ein hilfreiches Präparat zum Auftragen bitten. Hiermit können lokale Schmerzen ganz gut betäubt werden. Für einen dauerhaften Einsatz allerdings sind sie natürlich nicht geeignet. Ebenfalls notfalls und nur als Ausnahme ist ein Schmerz stillendes Zäpfchen eine Möglichkeit, ganz üble Nächte zu überstehen.


Was hilft beim Zahnen

Ob Bernsteinkettchen nun wirklich helfen oder nicht, das ist Ansichtssache. Belege dafür von wissenschaftlicher Seite aus gibt es nicht. Bei den Ketten ist immer Vorsicht geboten bezüglich Gefahr des Strangulierens.

Tagsüber klappt es meistens mit Ablenken ganz gut. Wenn die Zähnchen gar zu sehr plagen, kann manchmal gemeinsames Spielen den schlimmsten Kummer vergessen lassen.

Zahnen und Stillen

Keine Angst: Das Stillen klappt noch genauso gut, wenn die ersten Zähnchen bereits durchblitzen. Normalerweise wird das Baby während des Trinkens nicht zubeissen, wenn überhaupt dann nur mal versehentlich. Das tut schon weh, und ein lauter “Aua”-Ausruf signalisiert dem Kind, dass es das nächste Mal dann doch lieber bleiben lassen sollte. In dem Alter sind die Kleinen schon durchaus lernfähig!



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