Fragenkatalog zur Vornamenwahl
Hüten
Sie sich lieber davor, einen Phantasienamen auszuwählen. Abgesehen von den
Problemen, die Sie beim Standesamt für die Genehmigung des Vornamens bekommen, wird es Ihnen Ihr Kind später vielleicht übel nehmen, wenn es einen ausgefallenen Vornamen
bekommt. Oder wollen Sie zeitlebens mit diesem Vorwurf leben und das Risiko eingehen, dass
es dem Kind schon gefallen wird?
Wägen Sie genau ab, gefällt Ihnen ein Vorname sehr gut, so bedenken
Sie, ob dieser Vorname auch für Ihr Kind in der Schule und im täglichen Leben akzeptabel
ist.
Der folgende Fragenkatalog zur Vornamenwahl soll Ihnen
helfen, den "richtigen Vornamen" zu finden.
Gefällt der ausgewählte Vorname auch Ihren Partner? Ja + / Nein -
Würden Sie gerne auch so heißen, und zwar ein Leben
lang? Ja + / Nein -
Der
ausgewählte Vorname ist gerade "in". Klingt der Vorname auch nach ein
paar Jahren gut? Ja + / Nein -
Haben Sie selber einen "normalen",
gebräuchlichen Vornamen und wollen Ihrem Kind
vor allem deshalb einen außergewöhnlichen Vornamen geben? Ja - / Nein +
-
Anmerkung:
Versetzen Sie sich in die Lage wie es wäre, wenn Sie zeitlebens einen außergewöhnlichen
Vornamen hätten, würden Sie lieber einen "normalen", gebräuchlichen Vornamen
vorziehen?
-
Anmerkung:
Hatten Sie jemals Probleme in der Kindheit mit Ihrem Vornamen, weil er außergewöhnlich
war?
Oder hatten Sie nie Probleme mit Ihren Vornamen, weil er normal und gebräuchlich war?
Klingt der Vorname unter Kindern lächerlich? Z.b. Dorthe > Torte Ja - / Nein +
Benennen Sie den
Vornamen Ihres Kindes nach dem Patenonkel oder der
Patentante etc. nur weil es "Tradition" ist? Ja - / Nein +
-
Anmerkung:
Wollen Sie wirklich, das es zu Namensverwechslungen aufgrund von gleichen Vornamen bzw. Vor- und Nachnamen in der
Verwandtschaft kommt?
Geben Sie Ihrem Kind einen 2. Vornamen, der dem des
Patenonkels oder der
Patentante entspricht und nicht Ihren Wünschen entstammt? Ja - / Nein +
Lassen Sie sich von Verwandten zu einem Vornamen
überreden? Ja - / Nein +
Klingt der Vorname auch als Kosename oder Kurzform gut? Ja + / Nein -
Ist die Schreibweise des Vornamens einfach und
unkompliziert? Ja + / Nein -
-
Anmerkung:
Wollen Sie, dass Ihr Kind den eigenen Vornamen bei anderen Menschen immer wieder
buchstabieren muss? Ein falsch geschriebener Vorname kann Ärger hervorrufen.
Haben
Sie bei der Beantwortung des Fragenkatalogs auch nur ein Minuszeichen (-), überdenken Sie zum Wohle Ihres Kindes noch einmal Ihre
Vornamenwahl.
Fakt
ist:
Eltern mit "normalen", gebräuchlichen Vornamen tendieren häufig zu "ungewöhnlichen"
seltenen Vornamen.
.
Eltern mit
außergewöhnlichen Vornamen, wollen meistens Ihre Kinder "normale",
gebräuchliche Vornamen geben. Fragen Sie sich, warum das so ist. Die Begründung liegt
auf der Hand.
Grundsätze der Vornamenwahl:
-
Wählen Sie am besten 2
Vornamen aus. Der Rufname kann später immer noch gewechselt werden, wenn sich herausstellt, dass der andere Name besser gefällt.
Beachten Sie jedoch, dass der 1. Vorname im Geburtenregister und im Personalausweis sowie
bei offiziellen Anlässen immer an 1.Stelle angegeben wird. Der Rufname kann sowohl an
1.Stelle (normal) oder auch an den nächstfolgenden Rangstellen sein. Ein Wechsel des
Rufnamens an die erste Stelle des Geburtenregisters ist nicht zulässig, außer eine
begründete Vornamenänderung wird genehmigt.
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Geben Sie Ihrem Kind den
vollen Vornamen, den es später als Erwachsener tragen soll. Im Kindesalter können sie
natürlich auch die Kurzform oder den Kosenamen verwenden.
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Der Vorname soll einer
bekannten richtigen Schreibweise entsprechen. Ihr Kind und der Standesbeamte wird es Ihnen
danken.
-
Ein zu langer Vorname
kann hinderlich sein, vor allem dann wenn es ein Doppelname und zudem ein Rufname ist:
z.b. Klaus-Jürgen
-
Achten sie auf die Harmonie
der Vornamen bei ein- od. zweisilbigen Nachnamen.
Ein Nachname mit 2 Silben harmonisiert eher mit einem kurzen Vornamen:
z.B. Klaus Augenthaler im Vergleich zu einen
längeren Vornamen: Sebastian Augenthaler
Ein Nachname mit 1 Silbe
harmonisiert eher mit einem längeren
Vornamen:
z.B. Sebastian Wolf im Vergleich zu einem
kurzen Vornamen: Klaus Wolf
Motive
für die Vornamenwahl
Taufname, Paten, Verwandtschaft
(nicht zu empfehlen wegen Namensverwechslungen)
Namensvorbilder von Heiligen und
Fürsten/Königshäusern
Traditionsgebundene Vornamen:
("Wie der Vater, so der Sohne ..."nicht zu
empfehlen wg. Namensverwechslungen etc.)
Politisch orientierte Vornamen
(Staatsmänner, Politiker etc.)
Vornamen aus der Literatur
(Dichter, Schriftsteller etc.)
Modenamen
Vornamen aus dem Bekanntenkreis
Vornamen von Idolen aus der
Medienwelt (Schauspieler, Sänger, Sportler etc.)
Vornamen nach geographischer Herkunft
(Englische oder Griechische Vornamen etc.)
Außergewöhnliche Vornamen (nur
bedingt zu empfehlen)
Unauffällige Vornamen: schlicht
und einfach
Wohlklingende Vornamen
Namen, die eine besondere Bedeutung
ausdrücken
Nostalgische Vornamen
(Erinnerungen, Jugendzeit etc.)
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